Entwicklung innovativer Werkzeugschneiden - Schichtvorbehandlung des Schneidteilgrundkörpers

Biermann, D.1, a; Wolf, M.1, b; Aßmuth, R.1, c; Kamplade, K.1, d; Krusenbaum, C.1, e

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) dirk.biermann@tu-dortmund.de; b) mark.wolf@tu-dortmund.de; c) robert.assmuth@tu-dortmund.de; d) Karolin.Kamplade@tu-dortmund.de; e) christina.krusenbaum@tu-dortmund.de

Kurzfassung

Bei der Zerspanung von Stahlwerkstoffen mit geometrisch bestimmter Schneide werden in den meisten Fällen Vollhartmetallwerkzeuge auf Wolframkarbidbasis eingesetzt. So liegt das Hauptanwendungsgebiet für Wolfram in Europa in der Herstellung von Hartmetallen. Der Rohstoff Wolfram ist jedoch nur begrenzt verfügbar und die Vorkommen, die eine wirtschaftliche Gewinnung erlauben, sind weltweit nur in wenigen Regionen anzutreffen. Daher wird die Entwicklung alternativer Schneidstoffkonzepte erforscht. Eine mögliche Lösung besteht darin, die Vollhartmetallwerkzeuge durch beschichtete Schnellarbeitsstahlgrundkörper mit gezielt eingestellten, thermisch gespritzten und präparierten Wolframkarbid-Kobalt-Schichten zu substituieren. In diesem Zusammenhang wird der Einsatz eines hochlegierten Schnellarbeitsstahls als Substratwerkstoff für eine entsprechende Werkzeugbeschichtung untersucht. Im Beitrag wird die Schichtvorbehandlung durch einen Schleif- bzw. Nassstrahlspanprozess zur Einstellung günstiger Randzoneneigenschaften des Substrats vorgestellt. Zielgrößen sind dabei die entstehende gemittelte Rautiefe sowie die Schneidkantengestalt.

Schlüsselwörter

Schneidstoff, Schichtvorbehandlung, Schneidkantenpräparation,

Veröffentlichung

Forum Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik, 32 (2019) 2, S. 76-79